International
Der traditionelle Internationale Feuerwehrwettbewerb
Seit 1961 veranstaltet der Internationale Feuerwehrverband (CTIF) als ständige Einrichtung auch Internationale Wettbewerbe (früher genannt Wettkämpfe) für Freiwillige Feuerwehren und Berufsfeuerwehren. Diese bestehen aus Feuerwehrwettbewerben, Feuerwehrsportwettbewerben und Jugendwettbewerben. Diese Veranstaltungen werden zur Steigerung des Ausbildungsstandes und der körperlichen Fitness der Einsatzkräfte durchgeführt. Neben dem sportlichen Ehrgeiz und Erfolg steht der kameradschaftliche Kontakt der Teilnehmer im Vordergrund.
Die bisherigen Veranstaltungen (neuerdings auch Feuerwehrolympiade genannt) fanden in folgenden Städten / Nationen statt:
| 21.07.-26.07.1961 | Bad Godesberg | Bundesrepublik Deutschland |
| 02.08.-08.09.1963 | Mühlhausen | Frankreich |
| 03.09.-11.09.1966 | Karlovac | Jugoslawien |
| 01.09.-07.07.1969 | Krems | Österreich |
| 09.07.-16.07.1973 | Brünn | CSSR |
| 31.07.-07.08.1977 | Trient | Italien |
| 19.07.-27.07.1981 | Böblingen | Bundesrepublik Deutschland |
| 15.07.-21.07.1985 | Vöcklabruck | Österreich |
| 24.07.-31.07.1989 | Warschau | Polen |
| 11.07.-17.07.1993 | Berlin | Deutschland |
| 06.07.-12.07.1997 | Herning | Dänemark |
| 22.07.-28.07.2001 | Kuopio | Finnland |
| 17.07.-24.07.2005 | Varazdin | Kroatien |
Bei der letzten Olympiade in Kroatien nahmen 31 überwiegend europäische Nationen teil. Insgesamt gingen ca. 2.800 aktive Feuerwehrleute an den Start, darüber hinaus waren ca. 300 Bewerter und ebenso viele offizielle Vertreter der einzelnen Verbände anwesend.
Die nächste Veranstaltung dieser Art findet im Juli 2013 in Ostrau/Tschechien statt.
Die Ausschreibung für den Wettbewerb wurde vom internationalen Feuerwehrverband (CTIF) im Jahr 2002 überarbeitet und als einheitliche Ausschreibung für einen internationalen Vergleich auf
sportlicher Ebene neu herausgegeben.
Die aus jeweils neun Mitgliedern bestehenden Gruppen müssen zwei Disziplinen absolvieren: den Löschangriff und den Staffellauf.
Der Löschangriff:
Zunächst wird ein trockener Löschangriff aufgebaut. Dabei gilt es, so schnell wie möglich symbolisch eine Wasserversorgung aus einem offenen Gewässer (Fluß oder See) mit 4 Saugschläuchen herzustellen. Diese werden zusätzlich mit Leinen gesichert und an eine Motorspritze angekuppelt. Des weiteren wird eine Versorgungsleitung von 40 Metern (2 B-Schläuche) verlegt. Über einen Verteiler werden zwei separate „Angriffsleitungen“ mit jeweils 30 Meter C-Schlauch verlegt. Die Übung gilt als beendet, wenn alle Mitglieder der Gruppe ihre Tätigkeit ausgeführt und die Endaufstellung eingenommen haben.
Entscheidend für die Bewertung ist die Schnelligkeit und die korrekte Einhaltung der Ausschreibung. Werden durch die vier Bewerter während der Übung Abweichungen festgestellt, werden Strafpunkte vergeben.
Diese werden zu der benötigten Zeit für den Löschangriff hinzugezählt.

Der Staffellauf:
An dem anschließenden Staffellauf müssen dann nur noch acht Gruppenmitglieder antreten und jeweils 50 m bewältigen.
Statt einem Staffelholz wird ein Strahlrohr verwendet. Die jeweiligen Wechsel müssen in einem markierten Bereich von 10m getätigt werden.
Drei der Läufer müssen verschiedene Hindernisse überwinden.
Der 3. Läufer überläuft einen 6m langen Schwebebalken, der 60 cm hoch aufgestellt ist. Der 7. Läufer hat eine 1,5 m hohe Holzwand zu überwinden und der Schlussläufer muss ein 8 m langes Kunststoffrohr mit ca. 75 cm Innendurchmesser durchspringen.
Ein wiederholter Frühstart und mögliche Wechselfehler werden auch hier als Fehlerpunkte zu der benötigten Zeit hinzu addiert
