Brandschutzerziehung
Brandschutzerziehung – Es gibt Erhebungen und Statistiken, welche deutlich belegen, dass seit Einführung von Brandschutzerziehung in Kindergärten und Schulen die Zahl der Feuer, welche durch Kinder verursacht wurden, um bis zu 65 % zurückgegangen ist. Dies alleine ist doch ein großer Ansporn für uns alle, diese Zahl zu halten oder gar noch etwas größer zu bekommen.
Der Arbeitskreis trifft sich regelmäßig alle 5–6 Wochen außerhalb der Ferien. Es werden in diesen Sitzungen die jeweiligen Unterrichtsmethoden besprochen, die entsprechenden Materialien zusammengestellt und auch die Terminabsprache in den einzelnen Stadtteilen in Hinsicht auf den Besuch in den einzelnen Kindergärten und Schulen durchgeführt.

Im Jahr 2003 haben wir für unsere Ausbildung ein Hausmodell angeschafft, in das man toll von vorn hereinschauen kann.
Hier können wir sehr schön zeigen, wie sich bei einem Zimmerbrand entstehender Rauch ausbreitet, welche Auswirkungen sich daraus ergeben und welche Rolle Rauchmelder und offene Türen dabei spielen.
In der Regel besuchen wir alle 4. Klassen der Nidderauer Grundschulen. Wir haben pro Klasse in der Regel drei Schulstunden Zeit, um den Kindern durch Folien und praktischen Versuche die Gefahr von Feuer und Rauch näher zu bringen. Es wird das Absetzen des Notrufs geübt und natürlich wird dann immer in der letzten Unterrichtsstunde das mitgebrachte LF 8/6 gründlich untersucht. Diverse Ausrüstungsgegenstände werden vorgeführt und von den Kindern auch ausprobiert.
Das Konzept für diese Brandschutzerziehung in der Schule haben wir mit den Lehrern vorher entsprechend abgestimmt und wurde seitens der Schule auch im Unterricht entsprechend behandelt und vorbereitet. Meist im Frühjahr besuchen wir die Vorschulkinder in allen Nidderauer Kindergärten. Im Vorfeld des Besuches erhalten die Kinder bereits eine Spielkiste mit einem Feurwehr-Bobbycar, kleinen Schläuchen und Strahlrohren, Helmen und Handschuhen. Auch hier gibt es einen theoretischen Teil mit einer Bildergeschichte, mit einem kleinen Puzzle sowie ein paar Versuchen und einer Übung zum Absetzen eines Notrufs.
Höhepunkt für die Kinder scheint jedoch dann immer am nächsten Tag der Besuch im jeweiligen Feuerwehrhaus ihres Stadtteils zu sein. Die Kinder beginnen ihren Besuch mit einem gemeinsamen Frühstück und werden dann in kleinen Gruppen durch das Feuerwehrhaus geführt. Sie bekommen die persönliche Schutzausrüstung, Atemschutzgerät sowie Fahrzeuge und Ausrüstungsgegenstände vorgestellt. Wir zeigen den Kindern dann auch, wie aus einer natürlichen Person ein voll ausgerüsteter Feuerwehrmann wird. Hiermit soll den Kindern auf diesem Wege die Angst genommen werden. Die jährlichen Besuche gehören mittlerweile zum festen Bestandteil der Terminplanung der Kindergärten und Grundschulen und werden von den Kindern immer begeistert erwartet.
