Nach intensiver Umbauarbeit versieht ein runderneuertes Löschfahrzeug seinen Einsatzdienst für die Bürger von Nidderau.

Der Grundstein der Geschichte liegt bereits im Jahr 2014. Ausgelöst durch ein neues Fahrzeugkonzept, wurden verschiedene, vorhandene Fahrzeuge neu unter den Nidderauer Stadtteil-Feuerwehrenaufgeteilt. In diesem Rahmen fand auch ein sogenanntes Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF-W) mit Baujahr 1997 aus dem benachbarten Stadtteil Eichen, sein neues Zuhause im Feuerwehrhaus Heldenbergen.
Schnell stellte sich heraus, dass die Anordnung der Geräte im neu dazu gekommenen Fahrzeug sich grundlegend von der gelebten Einsatzpraxis der Heldenberger Brandschützer unterschied. Bereits 2013 im Vorfeld zur Neuanschaffung des deutlichen „größeren Bruders“, des HLF 20, hatte man sich in Heldenbergen eingehend Gedanken über die Verteilung der Gerätschaften gemacht. Das im Laufe der Entwicklungsgeschichte der Feuerwehr immer weiter technisierte Equipment muss unter allen erdenklichen Bedingungen sicher und effizient einsatzbereit gemacht werden können. Kommt es doch im Einsatzfall darauf an, dass jeder Handgriff von allen Einsatzkräften selbst unter Anspannung sitzt.
Schnell war klar, dass die grundlegende Aufteilung der Geräte in allen Fahrzeugen identisch sein muss. Daher wurde bereits im Frühjahr die ersten Umbaumaßnahmen am TSF begonnen und in diesem Rahmen der komplette Geräteaufbau entkernt und abgestimmt auf die Anforderungen des modernen Einsatzdienstes, neu aufgebaut.
In den letzten Monaten traten dann immer häufiger Fehler im Lack und am Kofferaufbau des Tragkraftspritzenfahrzeugs auf. Ohne zeitnahe Reparatur, so kennt man es von zu Hause, wachsen vermeidliche Kleinigkeiten schnell zu großen Problemen heran. Eingeholte Kostenvoranschläge bezifferten die notwendigen Aufwendungen auf mindestens 1300,- € für leichte Ausbesserungsarbeiten bis hin zu mehr als 3000,- € für eine komplette Aufarbeitung des Aufbaus. Eine stolze Summe, bedenkt man dabei, dass lediglich die absolut notwendigen Arbeiten abgedeckt wären und das Fahrzeug noch mindestens bis 2021 seinen Dienst verrichten muss.
Lediglich die dringend notwendigen Reparaturen durchführen zu lassen, würde – so die einhellige Meinung der Heldenberger Feuerwehrleute- keine nachhaltige Lösung darstellen, sondern die eigentliche Ursache nur verschleppen. Aus dieser Situation heraus festigte sich im Kreise der Wehrführung die Idee das Fahrzeug in Eigenleistung in Stand zu setzen und dabei, quasi in einem Atemzug, die Lackierung in das neue Nidderau-Design zu überführen.
Nach Abstimmung mit der Stadtbrandinspektion wurde dazu kurzerhand das Fahrzeug vorrübergehend außer Dienst genommen und mit den umfangreichen Arbeiten begonnen. Unter Einbeziehung der gesamten Einsatzabteilung der Feuerwehr Heldenbergen wurde unter anderem der alte Lack am kompletten Fahrzeug entfernt und zur neu Lackierung vorbereitet.

Dazu mussten das Fahrgestell und der Kofferaufbau vollständig voneinander getrennt werden und alle Einzelteile zum Lackieren transportiert werden.

Nach der Lackierung- nun in weiß- und dem Transport zurück ins Gerätehaus konnte dort mit der Remontage begonnen werden.

Anschließend wurde die Folie zur Beklebung im neuen Design selbst geschnitten und aufgebracht.

Die neue Farbgebung dient zur deutlich besseren Wahrnehmung durch andere Verkehrsteilnehmer. Im Vergleich zum einheitsrot vergangener Tage, verbessert eine Kombination aus weiß und leuchtrot tagsüber die Sichtbarkeit immens. Reflektierende Streifen ergänzen die Signalwirkung in den Nacht- und Dämmerungsstunden.

Um den modernen Anforderungen besser gerecht zu werden und die Kameradinnen und Kameraden im Einsatzdienst und bei Übungen noch besser zu schützen wurden ergänzend eine Umfeldbeleuchtung, ein LED-Lichtmast, sogenannte Frontblitzer sowie eine Rückfahrkamera installiert.

In nur 6 Wochen wurden dazu von der Einsatzabteilung mehr als 500 Arbeitsstunden geleistet und viele Wochenenden und Abende investiert. Anstelle von rund 12.000 €, die für diesem Umfang der Arbeiten durch eine Fachfirma veranschlagt worden wären, blieben letztendlich rund 1000,- Euro Materialkosten, die die Stadt Nidderau übernahm und weitere 250,-€ die durch den Verein der Freiwilligen Feuerwehr Nidderau Heldenbergen getragen wurden. Ein besonderer Dank gilt hierbei der Autolackiererei Thorsten Damß aus der Robert-Bosch-Straße in Maintal-Dörnigheim. Vollkommen unentgeltlich wurden vom Meisterbetrieb Damß alle Lackerarbeiten inklusive des kompletten Materials übernommen. Dazu stand Herr Damß persönlich an sehr undankbaren Zeiten zur Verfügung um dem eng gesteckten Terminplan für den Umbau größtmöglich entgegenzukommen. Schön, dass es solche Freunde und Förderer der ehrenamtlichen Helfer noch gibt!
Im Laufe der Arbeiten, in denen die Heldenberger Brandschützer gelegentlich in einem Meer von Teilen des zerlegten Fahrzeuges standen, scherzte man zuerst über die Arbeiten an „unserer Daisy“. Abgeleitet aus der Fahrgestellbezeichnung, nämlich dem Iveco Turbo Daily und dem neuen glänzenden weißen Lack wurde aus der anfänglichen Witzelei inzwischen nicht nur bei den Heldenberger Feuerwehrleuten ein Kosenamefür das Tragkraftspritzenfahrzeug. Auch über die Grenzen der Feuerwehr hinaus ist Daisy, die alte Dame in neuem strahlendem Gewand, in den Gremien der Stadt Nidderau ein fester Begriff. Sprachen doch Bürgermeister Schultheiß, Ordnungsamtsleiter Juracka und Stadtbrandinspektor Reis wie selbstverständlich bei der Wiederindienstellung von der „Daisy“.
Als Voraussetzung für die Sanierung in Eigenleistung wurde seiner Zeit von Stadtbrandinspektor Volker Reis gefordert, dass das Fahrzeug schnellstmöglich wieder für den aktiven Einsatzdienst zur Verfügung stehen müsse. Dieses Ziel konnte, so der Standbrandinspektor, vor allem dank des Wehrführes Torsten Seifried durch Motivation und Einbeziehung aller aktiven Einsatzkräfte an den anstehenden Arbeiten erreicht werden. Beeindruckend seien, so Bürgermeister Schultheiß, gleich mehrere Sachen bei den Heldenberger Brandschützern. Zum einen hätte man das Fahrzeug durch gelebtes kameradschaftliches Miteinander, zusätzlich zum normalen Einsatz- und Übungsgeschehen, runderneuert und auf einen neuen technischen Stand gehoben. Zum andern, ergänzte er mit einem Augenzwinkern, offensichtlich keine Schrauben und sonstigen Teile nach dem fertigen Zusammenbau mehr übrig.
Gerne sind alle interessierten Nidderauer Bürgerinnen und Bürger eingeladen die Einsatzabteilung zu unterstützen. Dazu finden jeden Dienstag ab 19:30 im Feuerwehrgerätehaus in der Bahnhofstraße die Übungs- und Ausbildungsabende statt. Natürlich freut sich die Freiwilligen Feuerwehr Nidderau Heldenbergen auch über eine fördernde Mitgliedschaft.

Datum: 22.07.16

Uhrzeit: 21:04 Uhr

Einsatzdauer: 30 Minuten

Einsatzort: Siemensstraße, Heldenbergen

Kurzbericht: Fehlauslösung der Brandmeldeanlage in einem Industriebetrieb in der Siemensstraße.

Ausgerückte Fahrzeuge: 2 HLF, 1 LF, 1 TSF-W, Stadtbrandinspektion

Datum: 16.07.16

Uhrzeit: 19:07 Uhr

Einsatzdauer: 45 Minuten

Einsatzort: Nidderwiesenweg, Windecken

Kurzbericht: Brennende Hecke drohte auf Dachstuhl überzugreifen, Brandbekämpfung mit 2 C-Rohren, Kontrolle des Daches mittels Drehleiter und Wärmebildkamera.

Ausgerückte Fahrzeuge: 2 HLF, 1 DLK, 1 LF, 1 TSF-W, Rettungsdienst

Datum: 22.05.16

Uhrzeit: 11:02 Uhr

Einsatzdauer: 45 Minuten

Einsatzort: Siemensstraße, Heldenbergen

Kurzbericht: Aus bislang ungeklärter Ursache geriet auf einem Grundstück in der Siemensstraße eine Hecke in Brand. Die Hecke wurde mit dem Schnellangriff des HLF abgelöscht und der umgebende Bereich auf Glutnester kontrolliert.

Fahrzeuge an der Einsatzstelle: 1 HLF, 1 TSF-W, 1 KdoW.

Datum: 01.05.16

Uhrzeit: 15:09 Uhr

Einsatzdauer: 60 Minuten

Einsatzort: Siemensstraße, Heldenbergen

Kurzbericht: Vor Ort mussten nach einem Verkehrsunfall ausgetretene Betriebsmittel gebunden und aufgenommen werden, um so die Straße wieder sicher befahrbar zu machen. Parallel dazu wurde gemeinsam mit der anwesenden Polizei die Unfallstelle für die Dauer von Unfallaufnahme und Bergungsmaßnahmen abgesichert.

Fahrzeuge an der Einsatzstelle: 1 HLF, 1 GW-L, 1 MTF, 1 KdoW.

Wie jedes Jahr an Himmelfahrt öffnen sich auch 2016 ab 11:00 wieder die Türen bei der Freiwilligen Feuerwehr Heldenbergen in der Bahnhofstraße 21c.
Wir bewirten unsere Gäste wie gewohnt mit Leckereien vom Grill und aus der Pfanne, kühlen Getränken aus dem Schankwagen und nachmittags unserem traditionellen Kuchenbuffet.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Datum: 20.04.16

Uhrzeit: 22:46 Uhr

Einsatzdauer: 30 Minuten

Einsatzort: Beethovenallee, Heldenbergen

Kurzbericht: Die Feuerwehr Heldenbergen wurde zu einem Kleinfeuer auf der Baustelle der neuen Mitte alarmiert. Vor Ort wurde ein verlassenes Lagerfeuer vorgefunden, das mit dem Schnellangriff des HLF abgelöscht wurde.

Fahrzeuge an der Einsatzstelle: 1 HLF, 1 TSF-W.

Heute wurden nidderauweit durch die Jugendfeuerwehren die ausgedienten Weihnachtsbäume eingesammelt und entsorgt. Nachdem in unserem letztjährigen Bericht der logistische Ausfwand hinter dieser Aktion im Vordergrund stand, wollen wir dieses Jahr einfach mal ein Bild sprechen lassen, das die Menge der - allein in Heldenbergen eingesammelten - Bäume verdeutlicht, die hinter dem Feuerwehrgerätehaus auf ihren Schredder-Durchlauf warten.

Feuerwehrleuten und Experten für Arbeitssicherheit stellen sich bei der Redewendung 'der Haufen muss weg!' (einfach mal in die Suchmaschine reintippen) aus gutem Grund die Nackenhaare - aber es hilft ja nix: auch unser Haufen musste weg.
Und gegen 16:00 Uhr war es schließlich soweit: alle Bäume geschreddert, der Platz hinter der Feuerwehr gekehrt, die Mitwirkenden von Jugendfeuerwehr und Einsatzabteilung gestärkt und in das restliche Wochenende entlassen.
Wir danken allen Teilnehmern, Unterstützern und Spendern, die mit ihrem Entsorgungs-Obolus einen wichtigen Beitrag zur Jugendarbeit der Feuerwehr Heldenbergen geleistet haben!

Datum: 25.08.15

Uhrzeit: 14:41 Uhr

Einsatzdauer: 30 Minuten

Einsatzort: Konrad-Adenauer-Allee, Windecken

Kurzbericht: Die Feuerwehr Nidderau wurde zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage ins Seniorenzentrum AGO nach Windecken alarmiert. Glücklicherweise handelte es sich um einen Fehlalarm.

Fahrzeuge an der Einsatzstelle: 3 HLF, 1 DLK, 1 KdoW.

Datum: 24.08.15

Uhrzeit: 23:30 Uhr

Einsatzdauer: 30 Minuten

Einsatzort: Beethovenallee, Heldenbergen

Kurzbericht: Dringende Türöffnung für den Rettungsdienst bei einem medizinischen Notfall.

Fahrzeuge an der Einsatzstelle: 1 HLF.